EU-Wissenschaftler: Pestizide als Ursache für Bienensterben bestätigt!

Schaut euch mal diesen tollen Film des BR an:
http://www.ardmediathek.de/tv/DoX-Der-Dokumentarfilm-im-BR/More-than-Honey-Bitterer-Honig/Bayerisches-Fernsehen/Video?bcastId=24831852&documentId=35947298

 

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Zertifizieren? Nein, das machen wir nicht (mehr)!

Seit einiger Zeit werden auch wir immer häufiger dazu aufgefordert, uns “zu Zertifizieren”. Die Themen sind so vielfältig wie die “progressive Szene”. Gemeinwohl-Ökonomie möchte gerne mit uns eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen, andere Kunden hätten gerne eine Zertifizierung zur Kreislaufwirtschaft, alle erwarten nicht mehr eine aus Überzeugung gelebte ökologische und soziale Produktion, sondern eine Bescheinigung darüber. Und folgst Du nicht gleich dem Wunsch/Befehl des Antragstellers, sind auch sehr bald dessen Aufträge weg. Die landen dann temporär bei dem frisch Zertifizierten, bis eine neue Idee zur Zertifizierung in Umlauf ist, dann sind sie auch bei dem wieder weg.

Sehr deutsch ist das alles, sehr bürokratisch und so, wie wir (TIAMATdruck) das nun schon seit über 35 Jahren kennen. Ihr vertraut nur einer nachrechenbaren Formel, löst gerne zuerst eine Bahnsteigkarte, bevor der Bahnhof besetzt wird.

1981 schon gründeten wir uns als selbstverwalteter Betrieb, verstanden uns wie einige wenige Firmen in Deutschland als Kollektiv. Fast niemand diskutierte damals außerhalb der Kollektive über den konsequenten Einsatz von Recyclingpapier oder über die fachgerechte Entsorgung von Chemikalien, wir aber machten es einfach. Wir mussten (bis heute) sehr oft unsere Kunden von der konsequenten Nachhaltigkeit überzeugen, auch dass Umweltschutz mehr kostet als Umweltschweinereien. Und das es der menschlichen Natur widerspricht, das Leben in Arbeit und Freizeit zu zerteilen. Auch Arbeitszeit muss lebenswert sein, basta. Aber viele unserer Kunden waren und sind bis heute oft nicht bereit, dafür auch den angemessenen (vielleicht auch höheren) Preis zu zahlen. Es wird sehr moralisch lieber ein Zeugnis verlangt. Dann aber für dieses Ideal unter Umständen auch etwas mehr bezahlen zu müssen wie bei Flyeralarm und Konsorten, wie sieht es denn damit aus? Der saugünstige Onlinedruckereienpreis heiligt dann doch das fehlende Zertifikat, wer so günstig = groß ist, der wird schon alles korrekt machen, gell? Zertifikat hin oder her, wir zahlen doch nicht vor Ort mehr als im Netz, da hört dann aber doch political correctness auf.

1991 lösten wir uns selbst als Kollektiv auf, aber unsere Gehirne und Visionen sind so geblieben wie sie waren und deshalb werden wir uns auch nicht mal wieder für irgend eine Idee zertifizieren, zumal die meistens sowieso nicht neu ist!

Meine Lieben, wir sind aus dem Alter raus, wo wir das Rad alle paar Jahre neu erfinden müssen. Wir genießen glaube ich so was wie Bestandsschutz. Und wem dann alles so nicht gefällt, …tja!

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Beratung wird doch gerne (aber dann bitte kostenlos) genutzt!

Es freut mich immer wieder, wenn ich potentielle Kunden beraten kann. Beratung gehört zu jedem Beruf, der ein Ziel verfolgt und zum erfolgreichen Abschluss beitragen will. Und eine erfolgreiche Beratung ist auch Selbstbestätigung für das eigene über viele Jahre oder auch Jahrzehnte erarbeitete Fachwissen. Ja, erarbeitet ist was anderes wie erworbenes Fachwissen, da steckt aktives Tun dahinter!

Heute hatte ich das Vergnügen, zweimal in diesem Sinne gefordert zu sein und zweimal im Telefonat auch ziemlich schnell zu erfahren, das der Druckauftrag auf jeden Fall “online” abgewickelt wird, aber es gibt da Probleme die diese preiswerte Möglichkeit behindern.

Die Probleme konnte ich beratend lösen und eine der beiden Kundinnen bedankte sich für diese tolle Beratung mit den abschließenden Worten, jetzt wäre Ihr auch klar, wieso das Druckgewerbe ein Meistergewerbe sei, da müsse Frau ja so richtig viel Wissen!

Beide Beratungen dauerten im Schnitt 15 Minuten und beide Beratungen waren kostenlos und führten denn dazu, daß diese Aufträge “online” billig abgewickelt werden konnten. Glückwunsch!!, da habt ihr uns ja noch in Düsseldorf, vor Ort, erwischt. In einem Jahr kann es sein, das die netten beratenden lokalen Betriebe insolvent sind!

Denn: Von Arbeit muß man doch Leben können! ODER???? Aber, meine Lieben, das wirkliche reale Leben in unserem Veedel geht hoffentlich immer weiter und bleibt hoffentlich so richtig real, nicht virtuell online ;-))

Wisst ihr was, darauf mache ich mir jetzt eine tolle Flasche Bolten Alt aus Korschenbroich auf, da wohne ich und das ist auch noch eine der wenigen eigenständigen Brauereien. Und ich unterstütze alle meine regionalen Anbieter, damit ich nicht schon bald nur noch Einheitskacke kaufen muß!

Dazu von den Bläck Föös aus Kölle (das ist eine kleine aber tolle Stadt in der Nähe von Düsseldorf):

Drink doch ene met

Ne ahle Mann steht vür der Wirtschafftsdür,
der su jern ens ene drinken däät,
doch he hätt vill zu wennisch Jeld,
sulang he uch zällt.
In der Wirtschaff is die Stimmung jrus,
äver keiner sück der ahle Mann, doch do kütt ene mit enem Bier,
und sprisch en enfach an.

Refrain:

Drink doch ene met,
stell dich nit esu ann,
du stehs he die janze Zick erüm.
Hässt du och kei Jeld,
dat is janz ejal,
drink doch met unn kümmer disch net drümm.

Su mansche sitz vielleisch allen zu Huss,
der su jern ens widda lachen dät.
Janz heimlisch, da wat hä nur darup,
dat ene zu imm säht

Refrain:

Drink doch ene met,
stell dich nit esu ann,
du stehs he die janze Zick erüm.
Hässt du och kei Jeld,
dat is janz ejal,
drink doch met unn kümmer disch net drümm.

Drink doch ene met,
stell dich nit esu ann,
du stehs he die janze Zick erüm.
Hässt du och kei Jeld,
dat is janz ejal,
drink doch met unn kümmer disch net drümm.

 

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Doku “Jamel” wo ist denn das?

Puh, habe grade in der Mediathek eine Doku über “Jamel” gesehen. Mann oh Mann, was für eine braune Sch…e! Was für ein braunes Kuhkaff!

Da kann ich nur anbieten, die Düsseldorfer Tote Hosen :-))  (Düsseldorf ist eine sehr tolerante und große Stadt in der Nähe von Köln):

Aber auch das Original ist so richtig prima 🙂

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Protokoll eines Arbeitstages

7:00 Uhr

GEW-Zeitung nach Wuppertal-Vohwinkel bringen, fahre direkt von Zuhause aus dahin, dort ist ein Lettershop, der wird den Versand übernehmen.

8:00 Uhr

Ankunft, scheiß viel Verkehr, aber es hat geklappt, wir berechnen dafür 20,00 Euro.

9:15 Uhr

Ankunft in Düsseldorf bei TIAMATdruck, schnell Druckplatten belichten für einen mehrfarbigen Visitenkarten-Job, 2 HKS-Farben, 1 Pantone-Farbe und Gold als Metallpigmentfarbe, die Grafikerin will morgen um 11:00 zur Druckabnahme kommen.

10:15 Uhr

10.000 Faltblätter verladen und ab damit nach Köln, heute sollen und wollen wir liefern, unser Kunde warte darauf. Der Kunde ist in einer nicht befahrbaren Einkaufsmeile in der City von Köln, aber ich kenne einen kleinen Parkbereich, nur für Lieferanten. Packe alles auf unseren Transportwagen, die Kölner Politesse schaut mir aus der Ferne zu und verschwindet dann. Ich schiebe die Karre gute 500 Meter zu unserem Kunden, lade die Faltschacheln ab und zurück zum Auto.

11:00 Uhr

Handy klingelt, ich habe mich mit einer Fotografin in Köln verabredet, Sie möchte 30 Fotobücher bei uns drucken lassen, wir treffen uns in einem Kaffee auf der Breite Straße. Der Parkplatz den ich beim Ausladen gesehen hatte, ist nun leider weg und ich bleibe auf der Lieferantenzone stehen. Mist, Risiko für Knöllchen, aber egal.

11:20 Uhr

Wir sitzen in dem Kaffee, Reden und Reden, tolle Gespräche aber mir läuft die Zeit davon. Mit schwahnt übles, meine Politesse …

12:00 Uhr

Puh, Besprechung geschafft, renne fast zum Auto. Meine Kölner Politesse ist schon da und tippt in ihr digitales Erfassungsgerät. Pech gehabt, ich sage nur: “Ich war wohl ein bischen zu lange weg?” Sie: “Ja, da wurde Geld verpulvert” und zeigte mit dem Daumen nach oben in den Himmel. Ich: “Ich habe mich bei meiner Lieferstelle verquatscht, bin hängen geblieben” Sie machte mit zwei Fingern so eine Enten-Quack-Bewegung und sagte: “Mal wieder rum-gequackt, leeeetzte Verwarnung” und stornierte das Knöllchen 🙂 .

12:50 Uhr

Ankunft bei TIAMAT, eine sehr lange Notizenliste auf dem Schreibtisch, ich soll zurückrufen, drucken, kalkulieren … , erst mal nen Kaffee trinken, denke ich. Schei … , keiner mehr da. Arbeite die Liste ab.

15:00 Uhr

Ich muss noch das Messer der Schneidemaschine wechseln, während dessen laufen 2.000 Flyer für unseren Kunden Bahnhof Langendreer in Bochum.

16:15 Uhr

Scheiß Messer endlich gewechselt, Angebote Schreiben.

18:30 Uhr

Feierabend, das reicht für heute. Nichts gegessen aber 6 Tassen Kaffee getrunken. Ja, jeden Vorgang habe ich persönlich betreut und darauf geachtet, das alles richtig ist und alles zu den vereinbarten Zeiten laufen wird. Es schmerzt zum Feierabend zu Wissen, das viele Preisfüchse uns zu teuer finden, gibt es das alles auch bei Fliegeralarm und Konsorten??

FEIERABEND !!!!!

 

FEIERABEND !!!!!

 

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Gute alte? Zeit …

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Ihr seid alle kleine Sünderlein …

Heute klingelte das Telefon, es war fast schon Feierabend. Ein uns schon viele Jahre begleitender Kunde war nach langer Zeit dran und sagte: “Hallo Piet, hier ist der … , ich weiß das ist jetzt blöde aber ich habe Visitenkarten online Drucken lassen, 1.000 Stück, und habe vergessen, die umlaufenden Hilfslinien zu entfernen. Die sind jetzt auf allen Visitenkarten drauf und ich habe keinen Bock mehr, jede Karte einzeln mit unserem Cutter zu schneiden. Saaag mal, kannst Du uns da mal helfen?

Klar helfen wir da, jetzt alles weg zu werfen, das wäre eine ökologische Sauerei, das wollen wir nicht! Er kam, wir haben die 1.000 Visitenkarten nachgeschnitten und haben dann 5,00 EUR !!! für unsere Kaffeekasse genommen. Und ich habe ihm schmunzelnd gesagt, das er wie so viele wieder mal gesündigt hat, wir ihm aber wieder mal verzeihen, Amen. Denn, er versprach, das nächste mal wieder zu uns zu kommen! Das nächste mal. Warum erst das nächste mal? Warum wurden wir beim ersten mal noch nicht einmal gefragt, was die 1.000 Visitenkarten bei uns mit persönlicher Betreuung kosten? 10,00 Euro mehr wie im Internet, das könnt Ihr euch schon nicht mehr leisten? Aber bei uns für 5,00 Euro die vermurksten Visitenkarten nachschneiden zu lassen, dann doch?

Und … , was wäre denn (wie aus schierer Unüberlegtheit getan) gewesen, wenn es uns und unsere Kollegen vor Ort schon gar nicht mehr gegeben hätte, einfach von euch “weg-gespart“? Dann hättet ihr jetzt auch die vermurksten billigen Visitenkarten “weg-geworfen“. Einfach so, still und leise, weil das ja so billig war. Warum sind wir plötzlich so sparsam, tuen so als wenn unser Geld so knapp wäre? Als wenn wir auch 10.00 Euro sparen müßten, bei 1.000 Visitenkarten, das sind 0,01 Euro pro Karte, das ist 1 Cent pro Karte, ihr armen Irren! Wann begreift ihr das Geld auch was bewegen kann und nicht nur für euer privates Sparschwein da sein muß? Ist es nicht ein schöner Gedanke, in Düsseldorf für eure Düsseldorfer Kinder auch noch Ausbildungsplätze durch eure kleinen Aufträge erhalten zu haben? Oder reicht das Nachdenken nicht mehr über die Knete hinweg? Dann hat in euren Gehirnen der Kapitalismus gesiegt.

Tja, ihr lieben Preisfüchse. Online wird euer Auftrag preiswert, ja sogar billig abgewickelt, da schaut bei diesen Preislein natürlich keiner mehr in eure Datei, das habt Ihr ja auch nicht bezahlen wollen. Bei uns wäre das nicht passiert, wir schauen hin und das hätte dann, oh Gott oh Gott, bei uns 10,00 EUR mehr gekostet. Das wäre so teuer geworden, nicht wahr?

Willi Millowitch, zur Hälfte ein Düsseldorfer, sein Vater ist in Düsseldorf geboren, hat es noch mit Humor nehmen können:

 

 

 

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Von Arbeit muss man leben können… wenn noch Arbeit da wäre!

In den letzten Wochen ist es ruhiger geworden. Das Telefon klingelte noch weniger wie sonst und unsere TOP-PIPELINE für Aufträge (unser Email-Postfach) scheint zeitweise verstopft zu sein, auch hier immer drückendere Leere.

Unsere traditionelle Kernkompetenz, der ehrwürdige Offsetdruck trocknet aus, Flyeralarm und Konsorten scheinen für die deutsche Kundschaft doch unwiderstehlich zu sein. Unsere Offsetdrucker werden wohl von ihrer immer weniger werdenden aber immer noch hochqualifizierten Arbeit nicht mehr Leben können. Unser Digitaldruck ist angesagt, da sprudeln die Aufträge, aber das reicht nicht für Alle.

Es ist ein sehr trauriger Gedanke, nach so vielen Jahren und Jahrzehnten der gemeinsamen Arbeit, die auch immer eine politische Arbeit war, darüber nachdenken zu müssen, Mitarbeiter in Kurzarbeit oder sogar als schlimmste Konsequenz in die Arbeitslosigkeit schicken zu müssen. Und es ist für uns als ein politischer Betrieb mit Kollektivgeschichte sehr schmerzlich, gegen nun schon Monopolisten im Internet-Druckgewerbe nicht dauerhaft bestehen zu können. Und die schlimmste Erkenntnis ist, das es nur und ausschließlich ums Geld-sparen geht. Dafür scheint es leider heutzutage nachrangig zu sein, wie umweltfreundlich und sozialverträglich und politisch korrekt eure ortsansässige  Firma (das sind noch die wenigen Betriebe, die in eurer Stadt vorzufinden sind) aufgestellt ist. Und das all diese lebensnahen uns so wichtigen Dinge mit Geiz-ist-geil unvereinbar sind und unvereinbar sein müssen. Dann doch lieber mit erhobenen Hauptes untergehen als sich des Preisdiktates beugen zu müssen. Schade auch.

Keine Atempause Geschichte wird gemacht, es geht voran? Wohin geht ihr, wollen wir gehen?

FEHLFARBEN

Keine Atempause Geschichte wird gemacht – es geht voran
Spacelabs falln auf Inseln Vergessen macht sich breit – es geht voran
Berge explodieren Schuld hat der Präsident – es geht voran
Graue B-Film-Helden regieren bald die Welt – es geht voran
Es geht voran – es geht voran

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Die Suche nach der Wertschätzung der Arbeit …

In den 1980`er Jahren, wir waren jung, um die 20 Jahre alt. Die erdrückende Schulzeit war überstanden, wir wollten unser Leben und diese Welt neu gestalten. Wir besetzten leerstehende Häuser, weil wir keine Wohnungen finden konnten. Und wir wollten einen Beruf erlernen, der dem Arbeitsleben auch einen Sinn und Inhalt geben konnte, die unnatürliche Zerteilung des eigenen Lebens in Arbeit und Freizeit wollten wir nicht mehr akzeptieren, das gesamte Leben sollte von nun an unteilbar verbunden sein.

Wir brauchten für unsere politische Artikulation Flugblätter, Zeitungen, Plakate. Der uralte Beruf des Druckers sollte mein Beruf werden. Ich wollte eine Druckmaschine beherrschen lernen und mit dieser Fertigkeit Farbe zu Papier bringen. Nicht einfach nur so, sondern im Sinne des Druckergrußes: “Gott grüßt die Kunst”. Ich wollte nicht nur Texte zu Papier bringen, sondern kreativ und auch künstlerisch mit Farbe und Papier und unseren Kunden arbeiten. Kreativ, künstlerisch Arbeiten und Sein!

In dieser heute sehr fernen Zeit gingen die Menschen (für uns damals Freunde und Kunden) noch zu ihrer Druckerei in Düsseldorf und brachten Manuskripte aus Papier mit und wir bastelten daraus ein Plakat, eine Zeitung oder was auch immer sonst gewünscht war. Wir verkauften unsere Arbeit und unser Wissen und unser Kunde zahlte den Wert der Arbeit, die Arbeit wurde wertgeschätzt.

Dann kam für unsere Branche wie für so viele die Globalisierung des Wettbewerbes über die Möglichkeit, eine Druckvorlage, nun nicht mehr Papierfragmente, sondern eine Datei per E-mail in die ganze Welt zu schicken und in der ganzen Welt Preise zu erfragen.

Preise definieren sich sehr sehr vielschichtig. Ich kann 200 Plakate im Format DIN A2 in Euroscala (alles in bunt) sowohl für 250,00 Euro (vor Ort) als auch für 75,00 Euro (Online z.B. bei Klitschen wie Fliegeralarm) einkaufen. Wieso gibt es diesen Preisunterschied? Der Eine muss der teure Schurke sein, der Andere der edle Engel! Okay, aber warum kann trotz des kleinen Preises der Eine Radiowerbung oder bei Fußballländerspielen Bannerwerbung schalten und der Teure nicht?

Weil der vermeintlich Teure weniger Geld an dem Job verdient wie der freundliche Billige. Wir wollen uns mal als Verbraucher nicht ganz so doof anstellen, nur um alles kaputt und nur unsere Geldbörse fett zu Sparen. Papier muss gekauft werden, Arbeitskraft und Arbeitszeit muss gekauft werden, Maschinen müssen gekauft werden, Miete muss bezahlt werden. Ich will das jetzt mal abkürzen weil jeder meistens sogar aus eigener Erfahrung weiß, wo der Arbeitgeber am meisten Sparen kann, an den Arbeitnehmern!

Meine lieben Sparfüchse, das was ihr Sparen möchtet, nehmt ihr den Arbeitern an den Druckmaschinen aus der Lohntüte. Wir müssen wieder lernen, die qualifizierte Arbeit der Arbeitenden wert-gerecht zu entlohnen. Es ist sehr sehr geizig, immer mehr für immer weniger (Geld) bekommen zu wollen, dafür sind wir damals und bis heute hoffentlich nicht auf die Straße gegangen. Wir wollten eine bessere und gerechtere Welt und bezahlen nicht einmal mehr die Preise, die eine gerechte Leistung wert ist? Dann haben wir in unserem Leben nichts sinnvolles gelernt und ich wäre mal besser Heizungs- und Sanitärinstalateur geworden. Keine Kunst, dafür aber verstopfte Toilettenrohre, die du nicht online wieder frei bekommst, ganz schöne Scheiße, was? Ich hätte heute als Drucker gerne den Stundenlohn für meine Arbeit, den Ihr mangels Internetalternative klaglos für die Reinigung eures verstopften Toilettenrohres bereit seid zu Zahlen.

In diesem Sinne: Haut weg die Schei….!

 

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Ton Steine Scherben (Rio Reiser) …

Ich hab geträumt, der Winter wär vorbei
Du warst hier und wir waren frei.
Und die Morgensonne schien.
Es gab keine Angst und nichts zu verlier’n,
Es war Friede bei den Menschen und unter den Tier’n.
Das war das Paradies.

Ref.: Der Traum ist aus.
Der Traum ist aus.
Aber ich werde alles geben, daß er Wirklichkeit wird.

Ich hab geträumt, der Krieg wär vorbei.
Du warst hier, und wir waren frei.
Und die Morgensonnen schien.
Alle Türen waren offen, die Gefängnisse war’n leer.
Es gab keine Waffen und keine Kriege mehr.
Das war das Paradies.

Gibt es ein Land auf der Erde,
Wo dieser Traum Wirklichkeit ist?
Ich weiß es wirklich nicht.
Ich weiß nur eins und da bin ich mir sicher:
Dieses Land ist es nicht.
Dieses Land ist es nicht.

Der Traum ist ein Traum zu dieser Zeit.
Doch nicht mehr lange, mach dich bereit.
Für den Kampf um’s Paradies.
Wir hab’n nichts zu verlier’n außer unser Angst
Es ist uns’re Zukunft, unser Land.
Gib mir deine Liebe, gib mir deine Hand.

Ton Steine Scherben (Rio Reiser)

Für mich gibt und gab es keinen schöneren Traum!

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